STRIPES (MALNISSE – INTERAKTIONEN - FARBGESPRÄCHE)

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Der Ausdruck „Malnis“ soll die Arbeiten in ihrem Gesamtzusammenhang mit einem Wort erfassen. Ein Malnis bezieht sich auf den Vorgang der Malerei und ihren Inhalt, aber auch auf Begriffe wie „Bildnis“, „Geheimnis“ oder „Erkenntnis“. In den Arbeiten geht es um Interaktionen unterschiedlichst dargestellter Farbbahnen, die sich ständig aufeinander beziehen. Dies führt in der Betrachtung zu verschiedenen optischen Ereignissen ( z.B. Nachbilder und

Simultankontraste ). Jede Farbe behauptet ihren Standpunkt, wobei sie gleichzeitig in einen Dialog mit ihren Umgebungsfarben tritt. Diese Farbgespräche sind sowohl Synonym einer aktiven, meditativen Selbstwahrnehmung, als auch Synonym für Bild gewordene Kommunikation.

Durch eine im Vorfeld am Computer rhythmisch und kompositorisch genau festgelegte Form der Farbstreifen kommt es zu einem lebhaften Wechsel von dauernder Veränderung. Manche Farben erscheinen klar, konzentriert und ruhig, andere sogar irritierend, laut oder missklingend. Ziel ist es letztlich, einen (Bild-) Zustand der Ausgewogenheit zu erreichen, in sich geschlossen und zentriert, aber dennoch zu allen Seiten offen. Um dies zu erreichen, wird während des Malprozesses beständig moderierend in die

o.a. Farbgespräche eingegriffen. Die Farben werden dabei in ihren Tönen und Ausdehnungen aufeinander ein- und abgestimmt.